Podiumsdiskussion "sterben und sterben lassen"

Informationen zu Diskussionsteilnehmern und Moderator

Moderator: Oliver Tolmein


Oliver Tolmein, 1961 in Köln geboren, wollte Berufsoffizier werden, hat es dann zum Regieassistenten gebracht, konnte seinen Lebensunterhalt als Journalist verdienen und wollte schließlich doch noch Jura studieren. Seit 1980 sympathisiert er mit der Behindertenbewegung. In der Debatte um Gentechnik, Sterbehilfe und Menschenversuche ist er seit über zwanzig Jahren engagiert und hat zu bioethischen Themen mehrere Bücher verfasst und Filme gedreht. Jetzt arbeitet er überwiegend als Rechtsanwalt in der von ihm in Hamburg mitbegründeten Kanzlei Menschen und Rechte und ist auf Medizin- und Behindertenrecht spezialisiert. Er ist Vater von Zwillings-Jungs und einer kleinen Tochter. 


Franz Müntefering

(* 16. Januar 1940 in Neheim, heute Arnsberg) ist ein deutscher Politiker (SPD).


Von 1998 bis 1999 war er Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, von 2002 bis 2005 Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und ab März 2004 – zunächst bis November 2005 und noch einmal von Oktober 2008 bis November 2009 – auch ihr Bundesvorsitzender. Von 2005 bis 2007 war Müntefering Vizekanzler und Bundesminister für Arbeit und Soziales im ersten Kabinett von Angela Merkel. Er war von 1975 bis 1992 und 1998 bis 2013 Abgeordneter des Deutschen Bundestages (MdB). 1995 heiratete er Ankepetra Rettich (1946–2008). Ihr Krebsleiden, dem sie am 31. Juli 2008 in Bonn erlag, war der Grund für Münteferings Rücktritt als Bundesminister und Vizekanzler im Herbst 2007. Franz Müntefering ist seit 27. April 2013 ehrenamtlich Präsident des Arbeiter-Samariter-Bundes Deutschland. 

Prof. Dr. Hans Christof Müller-Busch 

(* 17. Juni 1943 in Neustadt an der Weinstraße) ist ein deutscher Arzt, Hochschullehrer und Autor mit den Schwerpunkten Palliativmedizin und Schmerztherapie.


Müller-Busch studierte Medizin, Psychologie und Soziologie. Stationen seiner ärztlichen und wissenschaftlichen Tätigkeit waren seit 1973 das Klinikum Charlottenburg, Freie Universität Berlin, das Rudolf-Virchow-Klinikum Berlin, das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke sowie bis 2008 das Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe in Berlin. Er habilitierte sich an der Universität Witten/Herdecke mit dem Thema „Schmerzreduktion durch Kreativität – Musiktherapie bei chronischem Schmerz“. Als Hochschullehrer lehrte er seit 1985 u. a. an den Universitäten Witten/Herdecke, der Humboldt-Universität zu Berlin sowie am Institute Universitaire Kurt Boesch (IUKB), Sion (Schweiz). Seit 2008 ist er Wissenschaftlicher Leiter des Masterstudiengangs Palliative Care an der Dresden International University (DIU). 

Pastorin Anke Homann


Vorstand Diakonisches Werk Schleswig Holstein, Geschäftsführung Leitungsbereich Soziales
 

DaDa Peng (Mirko Klos) * 1974


Dada Peng wuchs in Dortmund in einer Fußballerfamilie auf. Sein Vater spielte selbst in der zweiten Bundesliga und sein Cousin wurde als Torwart mit Borussia Dortmund Deutscher Meister. Auf dem Fußballplatz begann Dada Peng schon sehr früh Tanzschritte einzustudieren und Gedichte mit einem Stock in den roten Ascheplatz des lokalen Fußballvereins zu schreiben
Seine Auseinandersetzung mit dem Thema Leben, Sterben, Glaube und Religion begann während einem High School Aufenthalt in den USA in der Maranatha Christian High School in Denver. 
Nach dem Grundstudium der Film- und Fernsehwissenschaften in Bochum folgten die Moderation des Tigerenten Clubhauses (KIKA) sowie der Kinder Talkshow Yo!Yo!kids (SWR).Zusammen mit dem Pianisten und Komponisten Jan Giffhorn entstanden Songs über das Leben, die Liebe, das Sterben und der Heimat. 
Nach dem frühen Krebstod seines Vaters arbeitete er ehrenamtlich im Hospiz Schwerte und ist heute noch ein Unterstützer der Hospiz Initiative.
2013 hat Dada Peng sein "buch vom leben und sterben" veröffentlicht und arbeitet als Autor und Songwriter in Köln. Mit dem Live Programm "vom Leben und Sterben" tourte er 2013/14 durch ganz Deutschland und trat über 45 Mal mit dem Programm auf. Im Mai 2015 erschien sein neues Buch "Scheiss aufs Schicksal".
Im Januar 2015 wurde ihm der Ehrenpreis des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands im Bereich Medien und Öffentlichkeit verliehen. 

Volker Schnell


Volker Schnell, geboren 1962 in Kassel, lebt nach 25 Jahren im Ruhrgebiet und an der Ostsee als freier Autor, Übersetzer und Journalist wieder in Nordhessen.


Als ihn sein 90jähriger Vater im Jahr 2015 um Beihilfe zur Selbsttötung bittet, bereitet er dieses Unternehmen zusammen mit seinem Vater vor und beide führen es auch durch – wobei sie auf ungeahnte Widerstände treffen. 
http://www.zeit.de/2015/31/sterbehilfe-beihilfe-selbstmord-schnell